Großräumig gesehen befindet sich das Gebiet im Harzvorland, und zwar im Übergangsbereich des norddeutschen Tieflandes zum Mittelgebirge des Harzes. Charakteristisch für diese Region ist eine hügelige Landschaft mit den Höhenrücken des Elm, des Oderwaldes, der Asse, des Harly, des Hainberges und des Salzgitter-Höhenzuges. Sie alle entstanden durch Salzaufstieg und damit verbundener Steilstellung der auflagernden Gesteinsschichten in der Jura- bzw. Kreidezeit. Diese geologischen "Sättel" sind von fruchtbaren Lössflächen umgeben, beispielsweise der Remlinger Mulde. Diese Mulden suchten sich ursprünglich auch die beiden Flüsse Oker und Innerste für ihren Lauf vom Harz Richtung Norden und schufen, gerade nach Austritt aus dem Harz, mächtige Schotterflächen oder eine beeindruckende Terrassenlandschaft (etwa bei Schladen und Hornburg). Dieser Naturraum des „Braunschweiger Hügellandes“ mit seiner abwechslungsreichen Topographie, seiner reizvollen und abwechslungsreichen Landschaft mit Hang- und Tallagen, naturnahen (Buchen-) Wäldern sowie Fluss- und Bachläufen ist Stärke und Verbindungsmerkmal der Region.

Mit der Kaiserpfalz Werla kann die Region „Nördliches Harzvorland“ auf eine über 1.000- jährige Geschichte zurückblicken. Weitere Ausgrabungsstätten zeugen von der archäologischen Bedeutung. Dazu zählen beispielsweise ein befestigter Handelsplatz aus der Bronzezeit bei Isingerode oder Schauplätze des 30-jährigen Krieges. Aus dieser Vergangenheit heraus haben sich viele Gemeinden und Ortschaften ein hohes Maß an kultureller und traditioneller Eigenheit und Identität bewahrt.

Das Nördliche Harzvorland ist eine traditionsreiche und geschichtlich zusammengehörige Region. Damit sind enorme Potenziale für eine gemeinsame touristische Erschließung der Region verbunden. Tourismus und Naherholung gehören dementsprechend zu den Handlungsschwerpunkten im Regionalmanagement.